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Das Licht an der Dunkelküste · Kapitel 2 von 2

Ein Name im Licht

Elowen Wildpfad · RP-Fanfiction

Der Junge hieß Arel. Er hatte sich beim ersten Wasserschwall in den Rumpf gerettet; nun klemmte ein Balken vor der Öffnung. Jeder Atemzug der See drückte ihn tiefer. Ich zerschnitt den Riemen meines Köchers, schob ihn durch einen Spalt und ließ Arel seine Hände darin festmachen. Seine Finger waren so kalt, dass er den Knoten nicht fühlte.

Mein Nachtsäbler stemmte sich gegen das Holz. Ich zog. Hinter mir klapperten Muscheln, dann hörte ich das gurgelnde Rufen eines Murlocs. Ich hätte nach dem Bogen greifen können. Stattdessen rief ich dem Jungen zu, er solle beim nächsten Zurückweichen des Wassers ausatmen und sich ganz schmal machen.

Er kam mit einer Welle aus Splittern heraus. Wir liefen erst, als ich ihn auf den Rücken meines Gefährten gehoben hatte. Ein Stein traf meine Schulter. Ich drehte mich nicht um. Man muss nicht jeden Gegner besiegen, um jemanden nach Hause zu bringen.

Am Rand von Auberdine stand das Mädchen noch immer. Als Arel herunterrutschte, schimpfte es mit ihm. Sehr leise, sehr schnell, und mit dem Gesicht an seiner nassen Jacke. Der Hafenarbeiter führte beide ins Warme. Erst da merkte ich, wie sehr ich fror.

Später bekam mein Nachtsäbler seinen Fisch. Ich saß wieder auf der Kaimauer und nähte den Köcherriemen. Auf dem Boden der Laterne waren zwei Namen eingeritzt. Ich brachte sie am nächsten Morgen zurück. Meinen eigenen fügte ich nicht hinzu. Es war genug, dass die beiden anderen noch zusammengehörten.

Inhaltsverzeichnis
  1. Kapitel 1: Hinter der letzten Laterne
  2. Kapitel 2: Ein Name im Licht